Auftaktveranstaltung Klimaschutz vom 15. Januar 2014

Maßnahmen und Ziele gegen den Klimawandel

Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept wurde vorgestellt

 

Auftaktveranst. Klimaschutz.JPG 1Mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung wurde am 15. Januar 2014 der Startschuss für das integrierte Energie- und Klimaschutz der Gemeinde Bodenkirchen gegeben. Viele interessierte Bürger kamen in den Bürgerstadl nach Bonbruck und wurden über die Bedeutung der Energiewende für Kommunen sowie über den Inhalt und Aufbau des Klimaschutzkonzepts informiert.

Zu Beginn der Versammlung berichtete Frau Bürgermeisterin Monika Maier darüber, dass im Gemeinderat der einstimmige Beschluss für die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes gefallen sei. Mit der Erarbeitung dieses Konzepts sei

das Institut für Systemische Energieberatung (ISE) an der Hochschule Landshut beauftragt worden. Dieses wurde in enger Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung, vor allem mit Mitarbeiterin Angelika Ostermeier, erarbeitet. Gefördert wird das Projekt vom Bundesumweltministerium mit einem Satz von 65 Prozent.

Frau Katharina Garbe vom ISE informierte darüber, dass das Klimaproblem sehr ernst zu nehmen sei, denn die CO2-Konzentration würde sich bis 2100 unvermeidlich verdoppeln und die Temperatur durch menschlichen Einfluss stetig steigen. Die EU und Deutschland hätten sich daher ehrgeizige Ziele zur Bekämpfung des globalen Klimawandels gesetzt. Die Treibhausgasemissionen in Deutschland sollen dabei um 40 Prozent reduziert werden. Ziel in Bayern sei es, so Garbe, künftig 50 Prozent des notwendigen Strombedarfs durch regenerative Energien zu erzeugen. Dazu müssten 1000 neue Biomasseanlagen, 15000 Hektar zusätzliche Fläche für Photovoltaik und 1500 neue Windkraftanlagen geschaffen werden. Die Kommunen würden bei einer Energiewende eine zentrale Rolle spielen, egal ob als Initiator, Berater, Planer und auch Vorbild, erklärte die Referentin.

 

Beim kommunalen Energiekonzept werde zunächst eine Energie- und CO2-Bilanz erstellt. Dazu werden die Betriebe der jeweiligen Gemeinde unter anderem zu ihrem Energieaufkommen (Strom, Wärme), den verwendeten Energieaufkommen, dem Heizsystem sowie möglichen Abwärmepotenzialen und bereits genutzten Photovoltaikflächen befragt. Selbstverständlich kann das Klimaschutzkonzept umso genauer ausgearbeitet werden, je mehr exakte Daten dem Institut geliefert werden. Private Haushalte werden nicht einzeln angeschrieben, sondern die Daten über den Energieversorger sowie die Kaminkehrer erhoben. Die Referentin informierte, dass in der Gemeinde Bodenkirchen die Datenaufnahme fast abgeschlossen sei, die Auswertung noch bis Ende März/Anfang April dauern würde. Auf Basis der Energiebilanz werden dann der Energiebedarf der Gemeinde sowie die CO2-Emissionen pro Kopf für die Kommune berechnet und bewertet. Anhand dieser Werte könnten Einspar- und Effizienzpotenziale ermittelt werden, informierte die Referentin. Zum Beispiel würden auch mögliche Standorte für Windenergieanlagen geprüft. In der Gemeinde Bodenkirchen sei dies schon passiert. Für die einzelnen Gemeinden würden dann konkrete Ziele erarbeitet und anhand diesen ein Maßnahmenkatalog erstellt. Dabei würde das ISE wieder eng mit der Gemeindeverwaltung wie auch den Gemeinderäten zusammenarbeiten. Durch ein geschaffenes Kontrollsystem solle die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes jeweils gesichert werden, informierte die Referentin.

Frau Katharina Garbe erläuterte, dass es ein großes Ziel des Konzepts sei, Möglichkeiten, auch für jeden Einzelnen, ihm Rahmen des Klimaschutzes aufzuzeigen. Dabei würden natürlich auch Fördermöglichkeiten geprüft.

Frau Bürgermeisterin Monika Maier informierte abschließend, dass in der Gemeinde Bodenkirchen bereits ein Energieausschuss gebildet wurde. Natürlich sei die Öffentlichkeitsarbeit mit Informationsveranstaltungen für die Bürger zu diesem Thema außerdem sehr wichtig. Laut Frau Maier hätte die Gemeinde durch den Bau des Nahwärmenetzes in Bonbruck, den PV-Anlagen auf Dächern gemeindlicher Gebäuden sowie die Ermöglichung von PV-Anlagen auf Freiflächen durch Beschlüsse im Gemeinderat schon einige Maßnahmen umgesetzt. Natürlich gelte es im Rahmen des Klimaschutzes noch weitere Möglichkeiten zu prüfen und durchzuführen.

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2017 Auftaktveranstaltung Klimaschutz 15. Januar 2014.
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